Michael Wendler
Man kann es drehen
und wendlern wie man will: Der Durchbruch ist endlich geschafft!
Mit der ersten Single („Sie liebt den DJ“), wie auch mit dem ersten
Album („Best Of Vol. 1“) beim neuen Vertragspartner SONY BMG/Ariola,
gleich von Null auf Platz 27 in den Single- und Album-Charts!
Sieben Jahre seit dem ersten Schallplattenvertrag hat der 35-Jährige
das erreicht, wovon die Allermeisten im Genre deutschsprachige U-Musik immer
nur träumen können. Voller Erfolg bei und mit einem Major-Label.
Und der Wendler (so redet er von sich selbst gerne in der dritten Person)
genießt diesen Erfolg zurecht. Denn mit seiner konstanten Präsenz
in den Diskotheken und Festzelten am Niederrhein und im Ruhrgebiet, wo er
in ausverkauften Locations beste Stimmung verbreitet, wurde die Fangemeinde
dauerhaft vergrößert und so wurde er zweifellos die Nummer 1 im
Genre Pop-Schlager. Ohne Fleiß kein Preis lautet das Motto des gelernten
Speditionskaufmanns, folglich sind jährlich bis zu 200 Auftritte im Terminkalender
markiert. Da bleibt für Privatleben im klassischen Sinne freilich kaum
noch Zeit. Zumal wenn man bedenkt, dass er allein in diesem Jahr einmal pro
Woche auf Mallorca in der „MegArena“ verpflichtet ist!
Die Fans (hauptsächlich die weiblichen) haben damit natürlich kein Problem. Im Gegenteil. Michaels Auftritte finden unisono in rappelvollen Häusern statt. Da gibt der Komponist, Texter und Sänger nicht einfach "nur" klassischen Schlager ab, sondern bietet eine umwerfende Show, wie es sie eben nur im Segment "Deutscher Pop-Schlager" geben kann. Ein musikalischer Begriff, der dem Dinslakener als Erfinder mit Recht zugeschrieben wird und den er sich hat schützen lassen.
Michael Wendler
hat nicht die klassische Kirchenchor- und Blockflöten-Karriere mit anschließenden
Gitarren- und Klavierstunden hinter sich. Eines Tages beschloss er, der Nachwelt
– sprich seiner Familie – etwas zu hinterlassen, „etwas Bleibendes“.
So kratzte er sich einige hundert Mark zusammen und nahm in einem Kellerstudio
eine CD auf. Geplant war ein Titel, nach kurzer Zeit war ein ganzes Album komponiert,
getextet und eingesungen. „Das war ganz schrecklich“, so Wendler
heute. Aber dennoch der Grundstein für seine Karriere.
Michaels Mutter Christine schickte die CD an den WDR-Redakteur Jürgen Renfordt.
Der erkannte das Talent („Der fand die Musik zwar auch fürchterlich,
mochte meine Stimme aber“) des Autodidakten sofort und nahm ihn ab 1998
unter seine Fittiche. Zurecht, wie sich schon ein Jahr später zeigen sollte:
Denn bereits die zweite Singleveröffentlichung landete beim Wettbewerb
um die "Deutsche Schlagertrophäe". Dort setzte sie sich gegen
die Beiträge von 20 Mitbewerbern durch und brachte dem Wendler Platz 1
in allen drei Kategorien ein: Bester Komponist, Texter und Interpret.
Kurz nach dem Wettbewerb meldete sich ein Booker bei Michael Wendler und bot ihm an, in seiner Diskothekenkette aufzutreten. Totales Neuland, aber „ich habe es gewagt, obwohl ich damals nur drei Titel hatte. Die habe ich dann gleich zwei Mal hintereinander gesungen. Wenn ich da ausgebuht worden wäre, dann hätte sich meine Karriere schnell erledigt. Aber die gingen alle ab wie Nachbars Lumpi…“. Der atemberaubende Aufstieg konnte beginnen!
Seitdem flossen
aus des Wendlers Feder schon mehr als 300 Titel, zu finden auf 28 Singles, zwölf
Alben und vier DVDs, die er in den letzten sieben Jahren als „One-Man-Show“
veröffentlichte. Seine Musik repräsentiert die ganze Bandbreite des
Pop-Schlagers: Stimmungskracher und Tanzlieder auf der einen Seite, durchaus
schmusig-nachdenkliche Stücke auf der anderen. Im textlichen Mittelpunkt
das Zwischenmenschliche als Konstante; nachvollziehbar, gefühlvoll, kritisch
und durchaus mit einem schelmisch zwinkernden Auge betrachtet.
Aufgrund der bisherigen Vertriebswege („quasi per Hand im Zelt“)
blieb der Erfolg der breiten Öffentlichkeit bisher verborgen, da die Tonträger
nicht über die chartrelevanten Outlets verkauft wurden.
In seiner Heimat allerdings ist er schon seit Jahren ein Star: Einer der größten
Pop-Schlager-Fanclubs mit weit über 1.000 eingetragenen Mitgliedern trägt
den Namen WENDLER FC! Anderes Beispiel? Der am 22. Juni 1972 in Dinslaken geborene
Künstler hat es doch tatsächlich geschafft, die Köpi-Arena in
Oberhausen zunächst mit mehr als 6.000 Fans (2005) Fans zu füllen
- ein Jahr später waren es 10.000, in diesem Jahr, am 22. September, sollen
es 12.000 werden.
Bei der Ariola (SONY BMG) in München hatte man schon Anfang des Jahres Auge und Ohr auf den Sänger geworfen und konnte mit ihm im Frühjahr einen langfristigen Vertrag unterzeichnen.
Nach der Veröffentlichung des besagten Best-Of-Albums am 29. Juni überschlugen sich die Ereignisse: „Der Spiegel“ berichtete auf drei Seiten, wichtige Tageszeitungen der Region wie z. B. „BILD NRW“, „WAZ“, „RP“, „NRZ“, der „Express“, die „Westfälische Rundschau“ und die „Ruhr Nachrichten“ zogen nach und berichteten über „ihren“ Michael. Die „gelben Blätter“ entdeckten den Wendler; für die Schlagermagazine wie „Alpenstar“, „Meine Melodie“ und „Stadlpost“ war ER sowieso Pflichtprogramm.
Bei Florian Silbereisens „Sommerfest“ in der ARD feierte er vor sechs Millionen Zuschauern sein großes TV-Debüt. „Leute heute“ (ZDF), „Blitz“ (SAT1), „Brisant“ (ARD), „Explosiv“ und „Exklusiv“ (RTL) drehten und sendeten Beiträge. Das SAT1-„Frühstücksfernsehen“ widmete dem sympathischen Sänger gleich eine ganze Wochenserie. Taff (Pro 7) und WDR-WestART gaben sich mit anderen Teams in Dinslaken die Klinke in die Hand. RTL West, NRW TV, Gute Laune TV und Goldstar TV waren auch mit im Wendler-Boot. Das ZDF-„Mittagsmagazin“, „Immer wieder Sonntags“ (ARD), „Volle Kanne“ (ZDF), der Fernsehgarten (ZDF), die „Aktuelle Schaubude“ (NDR) stehen noch an; bei den Ballermann-Hits (RTL2) war der diesjährige Mallorca-Abräumer selbstredend zu Gast.
Für den Fall
der Fälle, dass der Hobby-Reiter („da komme ich gar nicht mehr dazu“)
eines Tages mit seinen Liedern nicht mehr das ehrgeizige Ziel („Ich will
Deutschlands bekanntester Sänger werden“) erreicht, dann kann sich
der frühere Fan von Depeche Mode oder a-ha kaum vorstellen, „den
erlernten Beruf Speditionskaufmann wieder aktiv zu betreiben. Lieber irgendwo
im Unterhaltungsbusiness als Manager oder Ähnliches tätig sein".
Noch hat der Sänger und Autor „peppiger deutschsprachiger Musik“
(so bezeichnet der Wendler seinen Musikstil am liebsten) genug Zeit, erfolgreich
seinen Weg zu gehen. Zumal, wenn man bedenkt, dass auch Fachleute durchaus einen
Vergleich mit dem ehemaligen Megastar Wolfgang Petry erkennen können. Der
ist freilich ein großes Vorbild, denn „2009 wird die Schalke-Arena
gefüllt“.
(Mitarbeit: Oliver Oswald)